Interview mit Markus Gruß

Markus hat sich entschieden bei uns eine Ausbildung als Zimmerer zu absolvieren.

Im Februar 2017 hat er nach zweieinhalbjähriger Lehrzeit die Gesellenprüfung erfolgreich bestanden.

 

Kürzlich haben wir ihm ein paar Fragen gestellt:

 

Markus, warum hast Du Dich für eine Ausbildung zum Zimmerer entschieden?

 

Mir gefallen die vielseitigen Tätigkeiten des Zimmerers sehr gut. Außerdem arbeite ich gerne im Freien an der  frischen Luft.

Handwerkliche Tätigkeiten liegen mir und gerade diese Fähigkeit ist beim Berufsbild des Zimmerers wesentlich.

 

Was waren Deine Beweggründung, die  Ausbildung in diesem Betrieb zu machen?

 

Während meiner Schulzeit auf der Mittelschule Altdorf, habe ich bereits im Rahmen eines Berufspraktikums in diesen Beruf hineinschnuppern können.

Mir hat auch gefallen, dass in der Zimmerei Brunnermeier nicht mit einer Abbund-Anlage gearbeitet wird.

Hier wird der Abbund (unterstützend mit einer Abbund-Software) noch handwerklich gemacht.

Außerdem schätze ich die kurze Fahrzeit von und zur Arbeit sehr. Ich kann  auch mit dem Rad zur Arbeit fahren oder zu Fuß gehen. Durch die Nähe zu meiner Wohnung habe ich mehr Freizeit.

 

Was gefällt Dir so gut am Zimmererberuf?

 

Der Beruf ist sehr abwechslungsreich und es kommt keine Langeweile auf. Außerdem lerne ich täglich hinzu.

Es freut mich auf der Baustelle nach dem Aufstellen der Holzkonstruktionen und der Dachstühle zu sehen, wie exakt das vorher abgebundene Holz zusammenpasst.

 

Natürlich werden wir bei der täglichen Arbeit mit Zimmerei-Maschinen unterstützt und mir gefällt deren Einsatz.

 

Was hat die Zimmerei Brunnermeier für Tätigkeitsschwerpunkte?

In diesem Jahr haben wir sehr viele Dachstühle an Neubauten zu errichten. Schwerpunktmäßig am Wohnhausneubau.

Außerdem arbeiten wir an Dachsanierungen, bauen Dachfenster ein und erstellen  Holzfassaden.

Auch Carports, Terrassen, Zäune und Holzbalkone, sowie vieles mehr zählt zum breiten Leistungsspektrum der Zimmerei Brunnermeier.

 

In welcher Gegend/Region arbeitet ihr?

 

Wir arbeiten hauptsächlich in Stadt und Landkreis Landshut.

 

 

Wir bedanken uns herzlich bei Markus Gruß für die Beantwortung unserer Fragen und wünschen ihm weiterhin viel Freude in seinem Beruf.

 

 

 

Richtfest beim Feuerwehrhaus-Neubau in 84032 Eugenbach

„Hebweih“ beim Feuerwehrhaus: Richtfest wurde groß gefeiert

Die Zimmerei Brunnermeier errichtete das Dach für das neue Feuerwehr-Haus der Eugenbacher Feuerwehr.

Ein langgehegter Wunsch der Eugenbacher Feuerwehr geht bald in Erfüllung.
Für das neue Feuerwehrgerätehaus wurde am Mittwochnachmittag Richtfest gefeiert und mit der Fertigstellung des Neubaus am Trafoweg wird Anfang Dezember gerechnet.
Zimmerermeister Siegfried Brunnermeier stand hoch oben auf dem Gerüst für seinen Richtspruch und mit einem Schluck Sekt hoffte er auf ein gutes und unfallfreies Gelingen des Neubaus.
Architekt Markus Weber blickte kurz zurück auf die Baugeschichte des rund 1,2 Millionen Euro teuren Gebäudes, die zunächst mit dem Abriss des alten Feuerwehrhauses im Vergangenen Februar begann. Schon im März startete man mit der Errichtung des Rohbaus für zwei Fahrzeugstellplätze und Lager sowie einem Sozialtrakt mit Umkleiden, Sanitär- und Büroräumen.

Auch Bauleiter Andreas Gmeinwieser hofft, wie auch Bürgermeister Helmut Maier und Kommandant Stefan Finsterhölzl, mit einer fristgerechten und im Kostenrahmen liegenden Fertigstellung des Gerätehauses.
Sicher ist, dass dann der Eugenbacher Feuerwehr ein zukunftsgerichtetes und zweckmäßiges Gebäude zur Verfügung stehen wird, in dessen Planung auch die Anliegen der Wehr eingeflossen sind. Bürgermeister Maier betonte, dass mit dem notwendigen Neubau auch eine Verbesserung eintritt, die auch für die Jugend Anreiz sein soll, sich bei der Feuerwehr zu engagieren und sich zum Wohle der Bürger in die Ortsteilgemeinschaft einzubringen.

(Quelle: Landshuter Zeitung Ausgabe 23.06.2017. Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der LZ Redaktion Land)

Technische Fachbegriffe im Zimmererhandwerk

Zimmerei Brunnermeier 

 

ABBINDEN: Tätigkeit. Umfasst das Anreißen von Bauhölzern und die nachfolgende Bearbeitung, z.B. absägen, fräsen, bohren.

 

ABBUND, COMPUTERGESTÜTZER: Ein Dachstuhl wird mithilfe von CAD-Programmen (computer-aided design) gezeichnet. Die Ergebnisse können zum Abbinden entweder ausgedruckt oder an eine Abbundanlage übermittelt werden.

 

ABBUND, ZEICHNERISCHER / RECHNERISCHER: Ein Dachstuhl wird im Maßstab 1:10 oder 1:5 gezeichnet. Die Ergebnisse können auch rechnerisch ermittelt und somit kontrolliert werden.

 

ABBUNDANLAGE: Werkzeugmaschine, CNC-Maschine (Computerized Numerical Control) zum Bearbeiten von Schnittholz. Verfügt über verschiedene Werkzeugsätze zum Sägen, Fräsen, Bohren der Schnitthölzer. Ansteuerung über Daten aus computergestütztem Abbund.

 

ABRICHTE: Hobelmaschine zum exakten, winkelgerechten Egalisieren von Holzflächen.

 

ANREISSEN: Tätigkeit. Übertragung der Ergebnisse aus dem Abbund auf ein Bauholz.

 

BALKEN / KANTHOLZ: Schnittholz

Breite< Höhe< 3x Breite; Breite >40mm

 

BANDSCHLEIFER:  Stationäre oder tragbare Maschine.

Das Schleifpapier ist ein Endlosband.

 

BOHLE: Schnittholz

Querschnitt: Dicke > 40mm, Breite > 3x Dicke.

 

BRETT: Schnittholz

Querschnitt: 6mm < Dicke < 40mm, Breite > 80 mm

 

DACHSTEINE: Dachdeckungswerkstoff aus Beton, der nach Formgebung getrocknet wird.

 

DACHZIEGEL: Dachdeckungswerkstoff aus Ton, der nach Formgebung gebrannt wird.

 

DICKENHOBEL: Stationäre Maschine. Hobelt Schnitthölzer auf bis zu vier Seiten gleichzeitig (Vierseiter).

 

FASERZEMENTPLATTE: Verbundwerkstoff. Wird aus Zement und Zusatzstoffen hergestellt.

 

GIPSKARTONPLATTE: Verbundwerkstoff. Besteht aus einem Gipsplattenkern mit entsprechend dem Einsatzzweck modifizierter Kartonummantelung.

 

HOLZVERBINDUNG: Bezeichnung für Stoßpunkt von zwei oder mehr Hölzern. Eben oder räumlich. Die Form ist u.a. davon abhängig, ob Kräfte, z.B. Zug oder Druck zu übertragen sind oder nicht. Werden Kräfte übertragen, ist für die Bestimmung der Verbindungsform deren Art und Größe von Bedeutung. Ausführung erfolgt als reine Holz-Holz-Verbindung oder mitholfe von vorgefertigten Blechformteilen oder extra hergestellten Stahlteilen.

 

LATTE: Schnittholz

Querschnitt 6mm < Dicke < 40mm; Breite < 80 mm.

 

MEHRSCHICHTPLATTE / MASSIVHOLZPLATTE: Holzwerkstoff.

Wird durch Verleimung von z.B. drei oder fünf kreuzweise angeordneten Brettlagen aus Nadelholz hergestellt.

 

OSB-PLATTE Holzwerkstoff. OSB- Oriented Strand Board. Wird durch Verpressen von Längsholzspänen mit Klebestoff hergestellt.

 

Zimmerei BrunnermeierSCHNITTHOLZ: Sammelbegriff für Produkte, die in Sägewerken aus Baumstämmen hergestellt werden.

 

SPANPLATTE: Holzwerkstoff. Wird durch Verpressen von relativ kleinen Holzspänen mit Klebstoff hergestellt.

 

SPARREN: Bezeichnung von Balken in Dachkonstruktionen, die von unten, der sogenannten Traufe, bis zum höchsten Punkt des Daches, dem sogenannten First verlaufen. Tragen u.a. die eigentliche Dachhaut, zu der Dachsteine, oder Dachziegel gehören können.

 

SPERRHOLZPLATTE: Holzwerkstoff. Wird durch Verleimung von Kreuzweise angeordneten Furnierlagen aus Holz hergestellt.

 

 

 

Freisprechungsfeier der Zimmererinnung Landshut im Bauzunfthaus Landshut

Zimmerei S. BrunnermeierZimmererinnung Landshut feiert Freisprechung im Bauzunfthaus

Kürzlich überreichte Obermeister Adolf Ellwanger bei der traditionellen Freisprechungsfeier im Bauzunfthaus 40 Junggesellen ihre Zeugnisse.
Dass das Handwerk in Landshut seit jeher eine hohe Wertschätzung geniesst, konnte man an den vielen Gästen, die gekommen waren ersehen.
Persönlichkeiten aus der Politik, dem Handwerk und der Schule feierten zusammen mit der Zimmererinnung und den frischgebackenen Junggesellen.

Zimmerei S. BrunnermeierDie Innung freut sich über die hohe Anzahl neuer Gesellen. Dies ist ein sichtbarerer Beweis für die hohe Attraktivität des Zimmerer-Berufes.

 

ObermeisterA. Ellwanger mit den
jahrgangsbesten Junggesellen.

Zimmerei S. Brunnermeier

 

Lehrlingswart Siegfried Brunnermeier
und Obermeister Adolf Ellwanger verabschieden Oberstudienrat Klaus Bartoschek in den wohlverdienten Ruhestand.

 

 

 

Fotos: Kreishandwerkerschaft Landshut / Landshuter Zeitung

 

Meisterhaft Gütesiegel feiert 10jähriges Jubiläum

meisterhaft logoVor 10 Jahren führte das Deutsche Baugewerbe das Qualitätssiegel „Meisterhaft“ ein.
Mit diesem Gütesiegel erhalten Meisterbetriebe die Möglichkeit, sich als Fachbetrieb mit höchster Kompetenz zu empfehlen.
Potentiellen Bauherren erleichtert das Gütesiegel „Meisterhaft“, ein zuverlässiges Handwerksunternehmen zu finden.

Derzeit beteiligen sich in Deutschland rund 1.700 Baubetriebe an der „Meisterhaft“-Zertifizierung.

 

In den ausgezeichneten Innungsbetrieben arbeiten qualifizierte und motiverte Mitarbeiter auf dem modernsten Stand der Bau- und Materialtechnologie.
Das „Meisterhaft“-Siegel schafft Vertrauen. Zertifizierte Zimmereien garantieren
Kompetenz und Sicherheit bei jedem Arbeitsschritt.

Die Zimmerei Brunnermeier beteiligt sich seit Beginn vor 10 Jahren an der Qualitätsoffensive des Deutschen Baugewerbes und des Landesinnungsverbandes des Bayerischen Zimmererhandwerks.

Im Frühjahr 2015 erhielt unsere Zimmerei erneut die „Meisterhaft“-Urkunde verliehen.

Mehr Informationen zum Thema „Meisterhaft“ erhalten Sie hier:
Meisterhaft Dt. Bauwirtschaft

 

Zimmerei S. Brunnermeier

Handwerk hat goldenen Boden……

Diese Redewendung trifft besonders auf das Zimmererhandwerk zu.
Bei der diesjährigen Freisprechungsfeier der Zimmererinnung Landshut konnte
36 Lehrlingen das Zeugnis überreicht werden.

Viele Persönlichkeiten und Vertreter aus Handwerk, Politik und Schule waren bei der Feier anwesend was bezeugt, dass das Zimmererhandwerk in der Gesellschaft eine hohe Wertschätzung hat.
Umso mehr, freut sich die  Innung über die große Anzahl neuer Junggesellen, was den Fortbestand der Branche festigt.
Das duale Ausbildungssystem sichert eine hohe Ausbildungsqualität im Handwerk und ist ein maßgeblicher Erfolgsfaktor für die geringe Jugendarbeitslosigkeit im deutschsprachigen Raum.

Siegfried Brunnermeier ist Lehrlingswart und Prüfungsausschutzvorsitzender der Zimmererinnung Landshut . Er durfte den Junggesellen zur bestandenen Prüfung gratulieren.

 

Freisprechungsfeier

Josef, der Zimmermann…..

Weihnachten 2013Weihnachtszeit – zur Ruhe kommen, sich besinnen, Klarheit schaffen und Kraft sammeln für das kommende Jahr.

Vergessen wir nicht: Josef der Ziehvater von Jesus war ein Zimmerer!

Wem sonst hätte Gott seinen Sohn anvertrauen können. Josef hat trotz berechtigter Zweifel die Herausforderung angenommen. Er hat die Situation bei der Geburt gemeistert und hat mal eben einen Stall zu einer Herberge umgebaut. Kaum waren die Engel, Hirten und Weisen wieder fort, bekam er von einem Engel den Auftrag mal eben nach Ägypten zu fliehen, das hat er spontan auch gemacht und das war auch gut so, denn der König Herodes wollte Jesus töten. Wir wissen dann nicht mehr viel, was Josef noch so alles für seinen Ziehsohn gemacht hat aber ich bin sicher er hat sich gekümmert. Mal im Ernst, was wäre aus Jesus geworden, wenn sein Ziehvater ein Kaufmann, Beamter oder gar ein Jurist gewesen wäre? Gott hat schon genau gewusst, warum er einen Zimmermann ausgewählt hat.
(Verfasser unbekannt)

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre Zimmerei Brunnermeier

 

Serie Dachformen Teil 3: Das Walmdach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

Weiter geht es mit unserer kleinen Serie „Verschiedene Dachformen“. Der heutige Beitrag ist dem Walmdach und dem Krüppelwalmdach gewidmet.

WalmdachDas Walmdach hat auf der Traufseite und auf der Giebelseite geneigte Dachflächen, die als Walm bezeichnet werden.
Der Giebel wird durch einen vollständigen Walm ersetzt, wenn das Dach an allen vier Seiten Schrägen hat. Ein Walmdach hat auch einen Dachfirst (sonst wäre es ein Zeltdach).
Das Walmdach wird in der Regel als Pfettendachstuhl konstruiert.

Ein Walmdach ist teuerer als Sattel- oder Pultdächer, weil die Konstruktion aufwändiger ist.
Diese Dachform ist jedoch sehr langlebig und pflegeleicht, da keine Giebel vorhanden sind.

Für die Dacheindeckung können verschiedene Materialien gewählt werden. Es hängt hauptsächlich von regionalen Traditionen ab, welche Baustoffe verbaut werden.
In Niederbayern sind Dachziegel üblich.

Schopfwalm / Krüppelwalmdach:

KrüppelwalmdachWenn das Dach nicht bis auf Traufhöhe (Höhe der Dachrinne) heruntergezogen ist, spricht man von einem Krüppelwalm oder Schopfwalm.
Krüppelwalmdächer findet man öfters auf großen Gehöften in Niederbayern und in Norddeutschland. In den 80er Jahren war diese Dachform auch bei Wohnhäusern im Altbayerischen Raum sehr beliebt.
Die beiden Giebelseiten der Dachflächen enden oberhalb der Hausseiten. So entsteht keine gleichmäßige Traufhöhe, die rund ums Dach verläuft.

Wegen der hohen Stabilität wurden und werden Krüppelwalmdächer traditionell dort eingesetzt, wo First und Giebel vor rauher Witterung geschützt werden sollen.
Oft findet man diese Dachform auch bei längeren Gebäuden.

Im nächsten Teil der Serie „Verschiedene Dachformen“ geht es um das Tonnendach.

 

Serie Dachformen: Teil 1 Das Satteldach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenWie bereits in unserer Serienvorstellung aufgegliedert, ist der heutige Beitrag dem bewährten Satteldach gewidmet.

Wenn kleine Kinder zu malen anfangen ist ein Haus oftmals eines der ersten Objekte, das sie auf Papier bringen.

Wenn Sie sich das Bild anschauen, sehen Sie, dass das Haus fast immer ein Satteldach trägt. Diese Dachform ist weitverbreitet.

SatteldachEs setzt sich seit vielen Jahrhunderten in seiner ursprünglichen Form durch und ist heutzutage wieder aktueller denn je.

Konstruktion:

Zwei geneigte Dachflächen, die am Dachfirst (höchste Stelle) verbunden sind werden, als Satteldach bezeichnet. Die Konstruktion erfolgt als Sparren- oder Pfettendach. Das Satteldach liegt in Dreiecksform auf dem obersten Geschoß des Gebäudes auf. Der Firstabschluss ist parallel mit den Giebeln, bzw. ragt als Dachüberstand hinaus. Das Satteldach ist witterungsbeständig und wartungsarm.
Oft zu sehen sind Satteldächer mit einer Neigung von 35-45 Grad. Ab 35 Grad ergeben sich Möglichkeiten für einen Dachausbau mit mehr Wohnkomfort. Diese Neigung gewährleistet, dass ausreichend Wohnraum mit einer Raumhöhe von 2,30m gegeben ist. Ab einer Dachneigung von 50 Grad kann möglicherweise zusätzlich noch eine Galerie eingebaut werden.

Regional gibt es bezüglich der Dachneigung starke Unterschiede.

In Gebieten mit starken Niederschlägen und kräftigen Winden werden Satteldächer mit steileren Neigungsgrad bevorzugt, damit Nässe zügig ablaufen kann und die Dachflächen schneller trocknen.
In schneereichen Gebieten hat das Satteldach einen niedrigen Neigungsgrad und ist flach.

SatteldachWie so allerlei im Leben, folgen auch Dachformen dem Zeitgeist und angesagten Trends.
Wurden in der Nachkriegszeit und bis Ende der 50er Jahre fast ausschließlich Satteldächer gebaut, so waren in den 60er und 70er Jahren oftmals Flachdächer angesagt.
Die seinerzeit sehr beliebten Flachdächer hatten jedoch bald verstärkt Probleme mit Undichtigkeit und Wassereindrang.
Somit konnte das witterungsbeständige Satteldach wieder punkten.
Ein weiterer großer Vorteil des Satteldaches ist seine Preiseffizienz.

Der Raum unter dem Dach, das Dachgeschoß, kann bereits während der Bauphase oder auch noch Jahre später als Wohnraum ausgebaut werden.

Fazit:
Das Satteldach ist die klassische Dachform. Sie übersteht alle Moden und stellt einen klassischen Baustil dar, der die Zeittrends übersteht.
Es ist im Vergleich zu anderen Dachformen wartungsarm und kostengünstig.
Räume unter einem ausgebauten Dach sind besonders gemütlich und vielseitig nutzbar.

Wie gefällt Ihnen das Satteldach?

Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil der Serie Dachformen:
Das Pultdach.

 

Neue Blogserie: Dachformen

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenUnsere neue 5-teilige Serie widmet sich den verschiedenen Dachformen, die im Lauf der Zeit entstanden sind. Es sind bewusst Dachformen ausgewählt, die in der niederbayerischen Region anzutreffen sind.
Bevor es nächste Woche mit der wohl bekanntesten Form, dem Satteldach losgeht, werden in unserer Einleitung wichtige Grundbegriffe erklärt:

Dachflächen:
von außen sichtbare Flächen des Daches.

First:
die meist obere waagerechte Schnittkante von zwei Dachflächen.

Traufe:
die meist untere waagerechte Kante der Dachfläche. Hier ist gewöhnlich die Dachrinne befestigt.

Giebel:
die obere abschließende Wandfläche eines Gebäudes im Dachbereich.

Ortgang:
die Dachkante am Giebel. Der Ortgang verbindet Trauf und First und begrenzt den Giebel nach oben.

Grat:
Außenkante, an denen zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Kehle:
Innenkante, wo zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Dachüberstand:
Hier ist der Dachteil gemeint, der über die Außenwand des Gebäudes herausragt.
Der Dachüberstand schützt die Außenwand vor Feuchtigkeit durch Niederschlag. Im Sommer dient er als Hitzeschutz. Bei Holzbauten ist er konstruktiver Holzschutz.

Dachneigung:
Neigung / Steilheit der Dachfläche oder auch Gefälle. Die Angabe erfolgt als Winkel im Grad.

In den kommenden Serienfolgen erfahren Sie mehr über die verschiedenen Dachformen und ihre Geschichte. Bleiben Sie dran.

Nächste Woche geht es weiter mit dem Satteldach.