Technische Fachbegriffe im Zimmererhandwerk

Zimmerei Brunnermeier 

 

ABBINDEN: Tätigkeit. Umfasst das Anreißen von Bauhölzern und die nachfolgende Bearbeitung, z.B. absägen, fräsen, bohren.

 

ABBUND, COMPUTERGESTÜTZER: Ein Dachstuhl wird mithilfe von CAD-Programmen (computer-aided design) gezeichnet. Die Ergebnisse können zum Abbinden entweder ausgedruckt oder an eine Abbundanlage übermittelt werden.

 

ABBUND, ZEICHNERISCHER / RECHNERISCHER: Ein Dachstuhl wird im Maßstab 1:10 oder 1:5 gezeichnet. Die Ergebnisse können auch rechnerisch ermittelt und somit kontrolliert werden.

 

ABBUNDANLAGE: Werkzeugmaschine, CNC-Maschine (Computerized Numerical Control) zum Bearbeiten von Schnittholz. Verfügt über verschiedene Werkzeugsätze zum Sägen, Fräsen, Bohren der Schnitthölzer. Ansteuerung über Daten aus computergestütztem Abbund.

 

ABRICHTE: Hobelmaschine zum exakten, winkelgerechten Egalisieren von Holzflächen.

 

ANREISSEN: Tätigkeit. Übertragung der Ergebnisse aus dem Abbund auf ein Bauholz.

 

BALKEN / KANTHOLZ: Schnittholz

Breite< Höhe< 3x Breite; Breite >40mm

 

BANDSCHLEIFER:  Stationäre oder tragbare Maschine.

Das Schleifpapier ist ein Endlosband.

 

BOHLE: Schnittholz

Querschnitt: Dicke > 40mm, Breite > 3x Dicke.

 

BRETT: Schnittholz

Querschnitt: 6mm < Dicke < 40mm, Breite > 80 mm

 

DACHSTEINE: Dachdeckungswerkstoff aus Beton, der nach Formgebung getrocknet wird.

 

DACHZIEGEL: Dachdeckungswerkstoff aus Ton, der nach Formgebung gebrannt wird.

 

DICKENHOBEL: Stationäre Maschine. Hobelt Schnitthölzer auf bis zu vier Seiten gleichzeitig (Vierseiter).

 

FASERZEMENTPLATTE: Verbundwerkstoff. Wird aus Zement und Zusatzstoffen hergestellt.

 

GIPSKARTONPLATTE: Verbundwerkstoff. Besteht aus einem Gipsplattenkern mit entsprechend dem Einsatzzweck modifizierter Kartonummantelung.

 

HOLZVERBINDUNG: Bezeichnung für Stoßpunkt von zwei oder mehr Hölzern. Eben oder räumlich. Die Form ist u.a. davon abhängig, ob Kräfte, z.B. Zug oder Druck zu übertragen sind oder nicht. Werden Kräfte übertragen, ist für die Bestimmung der Verbindungsform deren Art und Größe von Bedeutung. Ausführung erfolgt als reine Holz-Holz-Verbindung oder mitholfe von vorgefertigten Blechformteilen oder extra hergestellten Stahlteilen.

 

LATTE: Schnittholz

Querschnitt 6mm < Dicke < 40mm; Breite < 80 mm.

 

MEHRSCHICHTPLATTE / MASSIVHOLZPLATTE: Holzwerkstoff.

Wird durch Verleimung von z.B. drei oder fünf kreuzweise angeordneten Brettlagen aus Nadelholz hergestellt.

 

OSB-PLATTE Holzwerkstoff. OSB- Oriented Strand Board. Wird durch Verpressen von Längsholzspänen mit Klebestoff hergestellt.

 

Zimmerei BrunnermeierSCHNITTHOLZ: Sammelbegriff für Produkte, die in Sägewerken aus Baumstämmen hergestellt werden.

 

SPANPLATTE: Holzwerkstoff. Wird durch Verpressen von relativ kleinen Holzspänen mit Klebstoff hergestellt.

 

SPARREN: Bezeichnung von Balken in Dachkonstruktionen, die von unten, der sogenannten Traufe, bis zum höchsten Punkt des Daches, dem sogenannten First verlaufen. Tragen u.a. die eigentliche Dachhaut, zu der Dachsteine, oder Dachziegel gehören können.

 

SPERRHOLZPLATTE: Holzwerkstoff. Wird durch Verleimung von Kreuzweise angeordneten Furnierlagen aus Holz hergestellt.

 

 

 

Der Kirchturm von St. Othmar in Pfettrach bekommt eine neue Treppe

St. OthmarNeue Kirchturmtreppe für St. Othmar in Pfettrach

Die schöne Barockkirche St. Othmar steht in 84032 Pfettrach, einem Ortsteil der
Marktgemeinde Altdorf im Landkreis Landshut/Niederbayern.
Das Patrozinium St. Othmar weist ins späte 8. Jahrhundert zurück.

Die Benediktinermönche vom Kloster Münchnerau errichteten im Zuge ihrer Mission ein Gotteshaus und stellten es unter den Schutz ihres Ordensheiligen.
Nach den Ungarneinfällen wurde in der Zeit der Romanik eine neue Kirche erbaut.

Die Kirche St. Othmar , die wir heute noch bewundern können, entstand in der baufreudigen Zeit der Spätgotik, ca. 1490-1500.

In der Barockzeit um 1710 erfuhr die Kirche einige baulichen Veränderungen und dem Turm wurde eine Kuppel aufgesetzt.
Der Unterbau des Turmes ist quadratisch. Darauf steht der achteckige schlankere
obere Teil mit Turmuhr und Glockenstube.
Den Abschluß krönt eine Zwiebelkuppel.

 

Die alte Turmtreppe ist im Laufe der Zeit in die Jahre gekommen und erfüllte nicht mehr die heutigen Sicherheitsvorschriften.

Die Zimmerei Brunnermeier wurde beauftragt die alte Treppe abzutragen und eine neue Treppe zu errichten.

Die folgenden Bilder zeigen Eindrücke aus dem Innenleben des Kirchturmes und die
neue Holztreppe:

Zimmerei Brunnermeier

Treppe

Turm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken der  katholischen Kirchenstiftung Pfettrach für die Auftragserteilung und für
das entgegengebrachte Vertrauen.

 

Quelle: Heimatbuch Altdorf-Eugenbach-Pfettrach, 7000 Jahre Geschichte in Wort und Bild
Autor Ernst Gruß

 

Ein Landshuter Ristorante erweitert seine Küche…….

Link

Zimmerei S.Brunnermeier

Aufstellen der Holzelemente

Ein Landshuter Ristorante erweitert seine Küche…….

und hat sich für Holz entschieden.

Der Holzbau gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Nachhaltigkeit und Ökologie sprechen für den Holzbau, denn Holz ist der einzige Rohstoff, der beständig nachwächst. Klimafreundlichkeit zeichnet  den Baustoff Holz aus, denn es ist aktiver Klimaschutz.

Wer sich bei einem Neubau, beim Modernisieren oder Erweitern für Holz entscheidet, leistet einen großen Beitrag zum Umweltschutz.

Zimmerei S.Brunnermeier

Anbau in Holzständer-Bauweise

Für die Holzbauweise sprechen die Schlagwörter „Schnell- leise-leicht“. Diese Stärken des Holzbaus verkürzen die üblichen Bauzeiten erheblich. Die Lärm- und Schmutzbelastungen für die Umgebung sind gering.

Holz ist leicht:

Zusatzlasten für andere Bauweisen sind leichter zu verkraften, speziell bei Aufstockungen.

Bereits bei der Verarbeitung der Bäume zum Baustoff Holz fallen weniger fossile Energien an, als bei anderen Bauten.

Zimmerei S. Brunnermeier

Anbringen der Rhombus-Leisten

Darüber wird sich auch der Besitzer einer Landshuter Gaststätte Gedanken gemacht haben.
Er hat sich bei dem Erweiterungsanbau seiner Küche für Holz entschieden.

Eine gute Wahl, die sich sehen lassen kann.

An die Fassade wurde eine Rhombus-Schalung angebracht.

Wie ist Ihre Meinung zum Thema Holzbau?
Zimmerei S. Brunnermeier

Fragen und Antworten rund ums Dach:

Heute befassen wir uns mit vier häufig gestellten Fragen rund ums Dach:

Zimmerei S.BrunnermeierWelche Dachziegelfarbe und Dachform soll das Haus haben?

Theoretisch kann der Bauherr sich frei entscheiden, welche Dachform er für sein Haus haben möchte. Die Ziegel- und Dachsteinhersteller bieten eine breite Farbpalette an.
In der Praxis gibt es jedoch meist Einschränkungen: In der Regel gibt es für die meisten Neubau- und Wohngebiete einen Bebauungsplan, der genau zu beachten und einzuhalten ist. Hier ist die Dachform und meistens auch die Dachfarbe vorgegeben.

 

Was soll ich nehmen – Dachziegel aus Ton oder Dachsteine aus Beton?

Beide Materialien sind gut und langlebig. Letztendlich ist es immer eine individuelle Entscheidung.
Beton-Dachsteine sind einheitlicher in Form und Farbe. Tondachziegel changieren mehr in der Farbe.
Preislich gibt es geringfügige Unterschiede.

 

Welche Funktion hat eine Unterspannbahn?

In Dächern herrscht eine stetige „Bewegung“. Stürme, Unwetter und Schneegewicht wirken mit ihren Kräften auf die Dacheindeckung ein.
Aufgrund seiner Eindeckung mit Ton-Dachziegeln, Beton-Dachsteinen oder Schindeln hat das Dach eine große Zahl von Fugen.
Ein Vorteil dieser Kleinteiligkeit ist , dass sich die Eindeckung elastisch den Bewegungen der Dachkonstruktion anpasst.
Eine Unterspannbahn schützt gewöhnlich vor von außen eindringende Feuchtigkeit. Es handelt sich hierbei um eine spezielle Folie, die vor dem Annageln der Dachlatten über die Sparren gespannt wird.
Die Folie ist diffusionsoffen, alterungs- und UV-beständig.

Wie streiche ich Dachuntersichten?

Optimal wäre ein Anstrich mit abdeckender farbiger Wetterschutzfarbe. Ein deckender Anstrich enthält einen größeren Anteil an Farbpigmenten und der Bindemittelanteil ist höher.
Im Gegensatz zur Lasur entsteht eine dickere Anstrichschicht. Die Lebensdauer ist höher. Es werden zwei Anstriche empfohlen, die eine Beständigkeit zwischen 6 und 7 Jahren erzielen.

5 Gründe, warum Sie Ihre Dachsanierung einem Meisterbetrieb anvertrauen sollten:

Fachgerechte DachsanierungImmer wieder nehmen sich Hauseigentümer vor, das in die Jahre gekommene Hausdach selbst zu reparieren und zu erneuern.
Schließlich bieten die großen Baumärkte in den Gewerbegebieten ein Rundum-Sortiment an:
Neben Dachfenstern gibt es hier auch Regenrinnen und Schneefanggitter.

Schnell kommt hier der Gedanke auf, mit Hilfe von Freunden und Familie oder dem günstigsten Anbieter eine Menge Gelde zu sparen.

Doch das ist ein Trugschluss. Oftmals verwandelt sich die preiswerte Lösung schnell in eine Kostenfalle.
Zimmererverbände warnen davor und weisen auf die Thematik hin, was alles schiefgehen kann, wenn am falschen Ende gespart wird.

1.Dachfenster und Dämmung:
Zum Beispiel beim Dachfenster-Einbau und dem Einbau von Dämm-Material: Hier ist genaues Arbeiten angesagt:
Wird hier nicht sachkundig und genau gearbeitet, kommt es bereits nach kurzer Zeit zu Wasserrändern, Stockflecken und Schimmelbefall.
Notwendige Nachbesserungsarbeiten können schnell die Material-Anschaffungskosten übersteigen.
Unentdeckter Schimmel verlangt Jahre später zwangsläufig eine Gesamt-Dachsanierung.

2. Sicherheit
Die Statistiken der Berufsgenossenschaft sagen, dass Menschen die am Dach arbeiten, besonders unfallgefährdet sind.
Die Sicherheit des selbst Hand anlegenden Hauseigentümers und seinen unentgeltlich mitarbeitenden Helfern ist ein oft unterschätzter Risikofaktor.

Wenn das Gerüst nicht genau den Vorschriften der Bau-BG entspricht, haftet der Bauherr im Falle eines Unfalls unbeschränkt.
Zertifizierte Handwerksbetriebe werden regelmäßig nach den neuesten BG-Vorschriften geschult und überprüft.

3. Fachkunde und Ausbildung
Ein weiterer Grund, die Dachsanierung den Experten zu übergeben, ist die jahrelange fundierte Ausbildung und Prüfungsablegung bei den Handwerkskammern. Meister und Gesellen werden durch den stetigen Besuch von Fort- und Weiterbildungen auf den aktuellen Stand der Technik und Sicherheitsvorschriften geschult. Meisterbetriebe schaffen Ausbildungsplätze und geben jungen Menschen eine berufliche Zukunft.

4.Kosten
Meisterbetriebe erstellen ein persönliches Angebot und einen Kostenvoranschlag. Das Angebot ist transparent und jeder einzelne Posten aufgeführt.
Als Hauseigentümer wissen Sie genau, wieviel die Sanierung insgesamt kosten wird.

5.Termingerechte Ausführung
Der vorgegebene Terminplan wird genau eingehalten und die Baustelle sauber und aufgeräumt hinterlassen. Sie können während der Sanierungszeit beruhigt schlafen .

FAZIT:
Fachgerechte Ausführung, Sicherheit und ein kostentransparentes Angebot sind wichtige Aspekte, die bei einer geplanten Dachsanierung zu beachten sind.
Ihr Dach ist bei einem zertifizierten Zimmerei-Meisterbetrieb in guten Händen.

meisterhaft logoNur wer „Meisterhaft“ beauftragt, erhält auch „meisterhafte“ Leistung.

Serie Dachformen: Teil 1 Das Satteldach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenWie bereits in unserer Serienvorstellung aufgegliedert, ist der heutige Beitrag dem bewährten Satteldach gewidmet.

Wenn kleine Kinder zu malen anfangen ist ein Haus oftmals eines der ersten Objekte, das sie auf Papier bringen.

Wenn Sie sich das Bild anschauen, sehen Sie, dass das Haus fast immer ein Satteldach trägt. Diese Dachform ist weitverbreitet.

SatteldachEs setzt sich seit vielen Jahrhunderten in seiner ursprünglichen Form durch und ist heutzutage wieder aktueller denn je.

Konstruktion:

Zwei geneigte Dachflächen, die am Dachfirst (höchste Stelle) verbunden sind werden, als Satteldach bezeichnet. Die Konstruktion erfolgt als Sparren- oder Pfettendach. Das Satteldach liegt in Dreiecksform auf dem obersten Geschoß des Gebäudes auf. Der Firstabschluss ist parallel mit den Giebeln, bzw. ragt als Dachüberstand hinaus. Das Satteldach ist witterungsbeständig und wartungsarm.
Oft zu sehen sind Satteldächer mit einer Neigung von 35-45 Grad. Ab 35 Grad ergeben sich Möglichkeiten für einen Dachausbau mit mehr Wohnkomfort. Diese Neigung gewährleistet, dass ausreichend Wohnraum mit einer Raumhöhe von 2,30m gegeben ist. Ab einer Dachneigung von 50 Grad kann möglicherweise zusätzlich noch eine Galerie eingebaut werden.

Regional gibt es bezüglich der Dachneigung starke Unterschiede.

In Gebieten mit starken Niederschlägen und kräftigen Winden werden Satteldächer mit steileren Neigungsgrad bevorzugt, damit Nässe zügig ablaufen kann und die Dachflächen schneller trocknen.
In schneereichen Gebieten hat das Satteldach einen niedrigen Neigungsgrad und ist flach.

SatteldachWie so allerlei im Leben, folgen auch Dachformen dem Zeitgeist und angesagten Trends.
Wurden in der Nachkriegszeit und bis Ende der 50er Jahre fast ausschließlich Satteldächer gebaut, so waren in den 60er und 70er Jahren oftmals Flachdächer angesagt.
Die seinerzeit sehr beliebten Flachdächer hatten jedoch bald verstärkt Probleme mit Undichtigkeit und Wassereindrang.
Somit konnte das witterungsbeständige Satteldach wieder punkten.
Ein weiterer großer Vorteil des Satteldaches ist seine Preiseffizienz.

Der Raum unter dem Dach, das Dachgeschoß, kann bereits während der Bauphase oder auch noch Jahre später als Wohnraum ausgebaut werden.

Fazit:
Das Satteldach ist die klassische Dachform. Sie übersteht alle Moden und stellt einen klassischen Baustil dar, der die Zeittrends übersteht.
Es ist im Vergleich zu anderen Dachformen wartungsarm und kostengünstig.
Räume unter einem ausgebauten Dach sind besonders gemütlich und vielseitig nutzbar.

Wie gefällt Ihnen das Satteldach?

Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil der Serie Dachformen:
Das Pultdach.

 

Neue Blogserie: Dachformen

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenUnsere neue 5-teilige Serie widmet sich den verschiedenen Dachformen, die im Lauf der Zeit entstanden sind. Es sind bewusst Dachformen ausgewählt, die in der niederbayerischen Region anzutreffen sind.
Bevor es nächste Woche mit der wohl bekanntesten Form, dem Satteldach losgeht, werden in unserer Einleitung wichtige Grundbegriffe erklärt:

Dachflächen:
von außen sichtbare Flächen des Daches.

First:
die meist obere waagerechte Schnittkante von zwei Dachflächen.

Traufe:
die meist untere waagerechte Kante der Dachfläche. Hier ist gewöhnlich die Dachrinne befestigt.

Giebel:
die obere abschließende Wandfläche eines Gebäudes im Dachbereich.

Ortgang:
die Dachkante am Giebel. Der Ortgang verbindet Trauf und First und begrenzt den Giebel nach oben.

Grat:
Außenkante, an denen zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Kehle:
Innenkante, wo zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Dachüberstand:
Hier ist der Dachteil gemeint, der über die Außenwand des Gebäudes herausragt.
Der Dachüberstand schützt die Außenwand vor Feuchtigkeit durch Niederschlag. Im Sommer dient er als Hitzeschutz. Bei Holzbauten ist er konstruktiver Holzschutz.

Dachneigung:
Neigung / Steilheit der Dachfläche oder auch Gefälle. Die Angabe erfolgt als Winkel im Grad.

In den kommenden Serienfolgen erfahren Sie mehr über die verschiedenen Dachformen und ihre Geschichte. Bleiben Sie dran.

Nächste Woche geht es weiter mit dem Satteldach.

 

Mut zur Fassade – Teil 4 Metallprofil

Eine kleine Serie in 4 Teilen

-Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil

Metallprofil-FassadeHeute geht es kurz und kompakt weiter mit Teil 4: Metallprofil

Mit der Vorstellung von Metallprofil-Fassaden sind wir beim letzten Teil unserer Serie angekommen.
Metallprofil wird hauptsächlich für landwirtschaftliche Bauten und Gewerbe-Objekte gewählt und ist im privaten Wohnbau eher selten anzutreffen.

Vorteile:

Die Hersteller von Metallprofilen bieten eine große Auswahl an Materialien, sowie Oberflächen und Farben an.
Metallprofile haben ein geringes Gewicht und können in großen Längen geliefert werden.

Eine Fassadengestaltung mit diesem Material ist wirtschaftlich, pflegeleicht und wartungsarm.

Profilarten:

Trapezprofil   gibt es in den Materialien Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Titanzink

Wellprofile werden angeboten in Stahl und Aluminium.

Ein Allrounder ist das Trapezprofil 35-207. Es wird sehr gerne für Fassaden genutzt.
Die statischen Werte sprechen für sich  und es gibt ein großes Farbenspektrum zur Auswahl.
Der Einsatz von Trapezprofil 35-207 hat sich besonders bei großflächigen Fassaden bewährt.

Detailgenaue Informationen zu sämtlichen Metallprofilen erhalten sie bei www.maasprofile.de

Fazit: Wenn die Fassade kostengünstig, leicht zu pflegen und möglichst wartungsarm sein soll, ist Metallprofil eine zuverlässige Wahl.

Dies war der 4. und abschließende Teil der Serie Fassadengestaltung.

 

Mut zur Fassade Teil 3: Rockpanel

Eine kleine Serie in 4 Teilen

Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil
Heute geht es weiter mit Teil 3: Rockpanel

 

Blogserie RockpanelEine etwas andere Art von Fassadengestaltung bietet Rockpanel. Architekten schätzen dieses Material und setzen es gerne ein um dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter zugeben:
Mit Rückpanel ist es möglich, organische Formen und dreidimensionale Fassadenstrukturen zu konstruieren.
Das Produkt Rockpanel besteht aus Basaltgestein: Hier vereinen sich die Werkstoffe Stein und Holz. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind grenzenlos.

Hinterlüftete Fassaden:
Um die Anforderungen verschiedener Klima- und Witterungsbedingungen zu erfüllen werden vorgehängte, hinterlüftete Fassaden eingesetzt. Dies wirkt sich nicht nur positiv aufs Raumklima aus, auch die Energiebilanz des Gebäudes profitiert davon.
Neben funktionaler Sicherheit haben Architekten und Bauherren vielfältige gestalterische Möglichkeiten.

Vorteile auf einen Blick:

• Eine wertvolle Fassade
• Gestaltungsfreiheit
• Angenehmes Raumklima
• Bereit für zukünftige Anforderungen
• Brandschutz

Wertvolle Fassade:
Die vorgehängte hinterlüftete Fassade hat sich bewährt. Das Gebäude ist kaum anfällig für Bauschäden. Die Substanz des Objekts ist gut geschützt.
Basalt, das vulkanische Gestein aus dem die Panelen bestehen, wird innovativ in ein Material mit einzigartigen Eigenschaften umgewandelt. Die Rockpanel-Platte ist vollkommen wetter- und temperaturbeständig, UV-resistent und wartungsarm.
Durch das farbechte Material behält die Fassade über viele Jahre ihr ursprüngliches Aussehen.

Gestaltungsvielfalt:
Wie bereits erwähnt, sind die Gestaltungsmöglichkeiten bei Rockpanel nicht in Zahlen auszudrücken.
Das Sortiment gliedert sich auf in mehrere Bereiche:

-Rockpanel Colors: die dekorative Platte ist erhältlich in 20 Standardfarben und in einer fast unbegrenzten Anzahl weiterer Farben.

-Rockpanel Woods: Hier finden sich verschiedenste Imitationen von Holzarten, die von echten Hölzern kaum zu unterscheiden sind. Der Fassade kann mit Rockpanel-Woods eine natürliche Ausstrahlung gegeben werden.

-Rockpanel Metallics: Ist ein futuristisch anmutendes Aussehen erwünscht? Dann sind Sie bei Rockpanel Metallics richtig.

-Rockpanel Chameleon: Hier ist die Platte beschichtet mit einer Kristalleffekt-Schicht. Die Fassade sorgt für Farbüberraschungen. Je nach Lichteinfall und Betrachtungsperspektive verändert das Gebäude sein Aussehen.

-Rockpanel Natural: Die Platte ist unbehandelt und unbeschichtet. Das Material altert natürlich und das Aussehen wird von Sonne und Witterung bestimmt. Die Natur kreiert die Fassade.

-Rockpanel Lines: Lines ist gedacht als wartungsfreundliche Alternative zur herkömmlichen Holzverschalung. Erhältlich als Stufenfalz- oder als Nut und Feder Ausführung.

-Rockpanel Ply: eine grundierte Tafel, die nach persönlichen Wünschen farblich lackiert werden kann.

Einen Einblick in die gesamte Produktpalette von Rockpanel erhalten Sie hier: www.rockpanel.de

Brandschutz:
Rockpanel ist schwer entflammbar und trägt nicht zu einer Brandweiterleitung bei.

Nachhaltigkeit:
Basalt ist ein Naturprodukt und die Steinreserven sind mehr als ausreichen vorhanden. Auch steigende Nachfrage kann abgedeckt werden. Die Natur stellt mehr Basalt her als für die Produktion erforderlich ist. Die Lackierung der Beschichtung besteht auf Wasserbasis. Die Platten sind resistent gegen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.

Fazit:
Rockpanel ist bei öffentlichen und gewerblichen Bauten ein gerne gewähltes Material.
Der Trend hält mittlerweile auch Einzug an privaten Häusern. Die Platten aus den Rohstoffen Basalt und Holz sind  eine empfehlenswerte pflegeleichte und wartungsarme Alternative zu Holz.

Dieser Blogbeitrag ist der 3. Teil unserer kleine Serie „Mut zur Fassade“

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 4 Metallprofil

Mut zur Fassade! Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden

 Eine kleine Serie in 4 Teilen

Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil
Heute geht es weiter mit Teil 2 : Montagetechniken bei Holzfassaden

 

Senkrechte Boden-Deckel-Schalung

MontagetechnikIn Bayern ist die Boden-Deckel-Schalung sehr beliebt. Die Verlegetechnik wird sehr oft angewandt. Sie gibt Wänden, Giebeln und ganzen Haufassaden ein natürliches Gesicht.
Verarbeitet werden hier einheimische Holzarten, wie Lärche, Douglasie und Fichte.
Eine untere Lage Bodenbretter wird mit Abstand senkrecht montiert. Die darauf befestigte zweite Lage bildet den Deckel. Die darunter liegenden Bretter werden um mindestens 15mm rechts und links überlappt. Zur Befestigung sind Edelstahlschrauben die optimale Lösung. Eine senkrechte Schalung lässt das Haus optisch höher erscheinen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Regenwasser bei vertikaler Verlegung schneller ablaufen kann.
Die Holzoberfläche kann gehobelt oder sägerau sein.

Stülpschalung:

Diese Verarbeitungstechnik kennt man von Skandinavien und hierzulande von farbigen Schweden-Stil-Häusern.
Sie hat ein harmonisch wirkendes Erscheinungsbild und die Eigentümer wählen oftmals einen bunten Fassadenanstrich. Technisch gesehen werden die Bretter auf der Unterkonstruktion waagerecht befestigt. Das obere Brett stülpt sich wenige cm über das untere Brett.
Generell sollte bei Holzfassaden zur Verschraubung Edelstahlschrauben verwendet werden, um Rostflecken zu verhindern.

Rhombus-Schalung

Sehr elegant und modern wirken Rhombus-Schalungen. Meistens wird hierfür die Holzart „sibirische Lärche“ gewählt. Dies Technik ist auch bekannt unter den Namen: Parallelogrammleiste oder Rautenleiste.
Sie wird waagerecht montiert mit sichtbarem Abstand.
Bei den Rhombusleisten sollte der Abstand 20 mm nicht unterschreiten.
Getragen wir die Rhombusschalung von einer Unterlattung die vorher an der Hauswand befestigt wird.
Eine schwarze Fassadenfolie/-bahn (diffusionsoffen und UV-beständig) wird unterhalb der Unterkonstruktion befestigt und schützt die Wand/Dämmung vor der Witterung.
Bei der sibirischen Lärche ist kein weiterer Anstrich nötig, da sie nach zwei Jahren eine schützende silbrige Patina bildet.
Es gibt aber auch pigmentierte Pflegeöle um diesen natürlichen Verwitterungsprozess aufzuhalten.

 

Gibt es in Ihrem Umfeld Holzfassaden? Welche Gestaltungstechnik gefällt Ihnen?

Dieser Blogbeitrag ist der 2. Teil der Serie Mut zur Fassade.

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 3 unserer Serie Thema: Rockpanel.