Josef, der Zimmermann…..

Weihnachten 2013Weihnachtszeit – zur Ruhe kommen, sich besinnen, Klarheit schaffen und Kraft sammeln für das kommende Jahr.

Vergessen wir nicht: Josef der Ziehvater von Jesus war ein Zimmerer!

Wem sonst hätte Gott seinen Sohn anvertrauen können. Josef hat trotz berechtigter Zweifel die Herausforderung angenommen. Er hat die Situation bei der Geburt gemeistert und hat mal eben einen Stall zu einer Herberge umgebaut. Kaum waren die Engel, Hirten und Weisen wieder fort, bekam er von einem Engel den Auftrag mal eben nach Ägypten zu fliehen, das hat er spontan auch gemacht und das war auch gut so, denn der König Herodes wollte Jesus töten. Wir wissen dann nicht mehr viel, was Josef noch so alles für seinen Ziehsohn gemacht hat aber ich bin sicher er hat sich gekümmert. Mal im Ernst, was wäre aus Jesus geworden, wenn sein Ziehvater ein Kaufmann, Beamter oder gar ein Jurist gewesen wäre? Gott hat schon genau gewusst, warum er einen Zimmermann ausgewählt hat.
(Verfasser unbekannt)

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen erholsame Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr!

Ihre Zimmerei Brunnermeier

 

Serie Dachformen Teil 3: Das Walmdach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

Weiter geht es mit unserer kleinen Serie „Verschiedene Dachformen“. Der heutige Beitrag ist dem Walmdach und dem Krüppelwalmdach gewidmet.

WalmdachDas Walmdach hat auf der Traufseite und auf der Giebelseite geneigte Dachflächen, die als Walm bezeichnet werden.
Der Giebel wird durch einen vollständigen Walm ersetzt, wenn das Dach an allen vier Seiten Schrägen hat. Ein Walmdach hat auch einen Dachfirst (sonst wäre es ein Zeltdach).
Das Walmdach wird in der Regel als Pfettendachstuhl konstruiert.

Ein Walmdach ist teuerer als Sattel- oder Pultdächer, weil die Konstruktion aufwändiger ist.
Diese Dachform ist jedoch sehr langlebig und pflegeleicht, da keine Giebel vorhanden sind.

Für die Dacheindeckung können verschiedene Materialien gewählt werden. Es hängt hauptsächlich von regionalen Traditionen ab, welche Baustoffe verbaut werden.
In Niederbayern sind Dachziegel üblich.

Schopfwalm / Krüppelwalmdach:

KrüppelwalmdachWenn das Dach nicht bis auf Traufhöhe (Höhe der Dachrinne) heruntergezogen ist, spricht man von einem Krüppelwalm oder Schopfwalm.
Krüppelwalmdächer findet man öfters auf großen Gehöften in Niederbayern und in Norddeutschland. In den 80er Jahren war diese Dachform auch bei Wohnhäusern im Altbayerischen Raum sehr beliebt.
Die beiden Giebelseiten der Dachflächen enden oberhalb der Hausseiten. So entsteht keine gleichmäßige Traufhöhe, die rund ums Dach verläuft.

Wegen der hohen Stabilität wurden und werden Krüppelwalmdächer traditionell dort eingesetzt, wo First und Giebel vor rauher Witterung geschützt werden sollen.
Oft findet man diese Dachform auch bei längeren Gebäuden.

Im nächsten Teil der Serie „Verschiedene Dachformen“ geht es um das Tonnendach.

 

Serie Dachformen Teil 2 : Das Pultdach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

 

PultdachHeute befassen wir uns in der Serie „verschiedene Dachformen“ mit dem Pultdach. Das Pultdach ist nicht gerade der Dachformklassiker und doch hat es mehr zu bieten als man ihm auf den ersten Blick zutraut. Vorteile sind z.B. die einfache Konstruktion und geringer Wohnraumverlust im Dachgeschoß.

Beschreibung:
Diese Dachform hat nur eine geneigte Dachfläche und der Neigungsgrad ist niedrig. Die Dachtraufe bildet die untere Kante und die obere Kante ist der Dachfirst. Beiderseits liegen die Ortgänge (die Abschlüsse des Daches). Die Wand am First wird als hohe Wand bezeichnet.
Die gängige Konstruktion erfolgt als einseitig geneigtes Sparrendach.

Historie:
Architekturgeschichtlich betrachtet, fanden Pultdächer ihre Aufgabe mit der Bedachung von angegliederten Gebäudeteilen wie Erker und Anbauten. Auch bei Kirchen kam es als Überdachung der Seitenschiffe zum Einsatz. Als Hauptdach hatte es kaum Bedeutung.
Im Zeitalter der Industrialisierung kamen Pultdächer auf Garagen, Produktionsstätten und Nebengebäude.
Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurde das Pultdach von Architekten für Wohngebäude als Hauptdach verwendet.

Pultdächer bei Wohnhäusern:
Pultdächer haben den großen Vorteil, dass Bei einer leichten Dachneigung der Wohnraum unter dem Dach als Vollgeschoss nutzbar ist. Da nur eine Schräge vorhanden ist, gibt es nur wenig Stellflächenverlust. Das Haus kann mit Dachflächenfenster und Standardfenster in den Wänden belichtet werden.
Die Dachkonstruktion ist unkompliziert und im Vergleich zu anderen Dachformen preisgünstiger.
Als Material für die Dacheindeckung stehen Dachziegel, Blech oder auch Schiefer zur Wahl.
In neuen Wohngebieten ist diese Dachform immer öfter zu sehen.
Es gibt neben den einfachen Pultdächern auch versetzte Pultdächer. Hier werden zwei Dachflächen in unterschiedlicher Höhe, aber versetzt zueinander gebaut.

Fazit: Das Pultdach ist unkompliziert, wirtschaftlich und vielseitig einsetzbar. Diese urbane Dachform ist im städtischen Bereich stark im Kommen. Im Trend sind seit einiger Zeit versetzte Pultdächer, die alle Blicke auf sich ziehen und dem Gebäude ein unverwechselbares Aussehen geben.

Nächste Woche geht es weiter mit dem 3. Teil unserer Serie Dachformen:
Das Walmdach und Krüppelwalmdach.

 

Serie Dachformen: Teil 1 Das Satteldach

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenWie bereits in unserer Serienvorstellung aufgegliedert, ist der heutige Beitrag dem bewährten Satteldach gewidmet.

Wenn kleine Kinder zu malen anfangen ist ein Haus oftmals eines der ersten Objekte, das sie auf Papier bringen.

Wenn Sie sich das Bild anschauen, sehen Sie, dass das Haus fast immer ein Satteldach trägt. Diese Dachform ist weitverbreitet.

SatteldachEs setzt sich seit vielen Jahrhunderten in seiner ursprünglichen Form durch und ist heutzutage wieder aktueller denn je.

Konstruktion:

Zwei geneigte Dachflächen, die am Dachfirst (höchste Stelle) verbunden sind werden, als Satteldach bezeichnet. Die Konstruktion erfolgt als Sparren- oder Pfettendach. Das Satteldach liegt in Dreiecksform auf dem obersten Geschoß des Gebäudes auf. Der Firstabschluss ist parallel mit den Giebeln, bzw. ragt als Dachüberstand hinaus. Das Satteldach ist witterungsbeständig und wartungsarm.
Oft zu sehen sind Satteldächer mit einer Neigung von 35-45 Grad. Ab 35 Grad ergeben sich Möglichkeiten für einen Dachausbau mit mehr Wohnkomfort. Diese Neigung gewährleistet, dass ausreichend Wohnraum mit einer Raumhöhe von 2,30m gegeben ist. Ab einer Dachneigung von 50 Grad kann möglicherweise zusätzlich noch eine Galerie eingebaut werden.

Regional gibt es bezüglich der Dachneigung starke Unterschiede.

In Gebieten mit starken Niederschlägen und kräftigen Winden werden Satteldächer mit steileren Neigungsgrad bevorzugt, damit Nässe zügig ablaufen kann und die Dachflächen schneller trocknen.
In schneereichen Gebieten hat das Satteldach einen niedrigen Neigungsgrad und ist flach.

SatteldachWie so allerlei im Leben, folgen auch Dachformen dem Zeitgeist und angesagten Trends.
Wurden in der Nachkriegszeit und bis Ende der 50er Jahre fast ausschließlich Satteldächer gebaut, so waren in den 60er und 70er Jahren oftmals Flachdächer angesagt.
Die seinerzeit sehr beliebten Flachdächer hatten jedoch bald verstärkt Probleme mit Undichtigkeit und Wassereindrang.
Somit konnte das witterungsbeständige Satteldach wieder punkten.
Ein weiterer großer Vorteil des Satteldaches ist seine Preiseffizienz.

Der Raum unter dem Dach, das Dachgeschoß, kann bereits während der Bauphase oder auch noch Jahre später als Wohnraum ausgebaut werden.

Fazit:
Das Satteldach ist die klassische Dachform. Sie übersteht alle Moden und stellt einen klassischen Baustil dar, der die Zeittrends übersteht.
Es ist im Vergleich zu anderen Dachformen wartungsarm und kostengünstig.
Räume unter einem ausgebauten Dach sind besonders gemütlich und vielseitig nutzbar.

Wie gefällt Ihnen das Satteldach?

Nächste Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil der Serie Dachformen:
Das Pultdach.

 

Neue Blogserie: Dachformen

-Einleitung – Grundbegriffe
-Satteldach
-Pultdach
-Walmdach und Krüppelwalmdach
-Tonnendach
-Zeltdach

DachformenUnsere neue 5-teilige Serie widmet sich den verschiedenen Dachformen, die im Lauf der Zeit entstanden sind. Es sind bewusst Dachformen ausgewählt, die in der niederbayerischen Region anzutreffen sind.
Bevor es nächste Woche mit der wohl bekanntesten Form, dem Satteldach losgeht, werden in unserer Einleitung wichtige Grundbegriffe erklärt:

Dachflächen:
von außen sichtbare Flächen des Daches.

First:
die meist obere waagerechte Schnittkante von zwei Dachflächen.

Traufe:
die meist untere waagerechte Kante der Dachfläche. Hier ist gewöhnlich die Dachrinne befestigt.

Giebel:
die obere abschließende Wandfläche eines Gebäudes im Dachbereich.

Ortgang:
die Dachkante am Giebel. Der Ortgang verbindet Trauf und First und begrenzt den Giebel nach oben.

Grat:
Außenkante, an denen zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Kehle:
Innenkante, wo zwei Dachflächen in der Schräge zusammentreffen.

Dachüberstand:
Hier ist der Dachteil gemeint, der über die Außenwand des Gebäudes herausragt.
Der Dachüberstand schützt die Außenwand vor Feuchtigkeit durch Niederschlag. Im Sommer dient er als Hitzeschutz. Bei Holzbauten ist er konstruktiver Holzschutz.

Dachneigung:
Neigung / Steilheit der Dachfläche oder auch Gefälle. Die Angabe erfolgt als Winkel im Grad.

In den kommenden Serienfolgen erfahren Sie mehr über die verschiedenen Dachformen und ihre Geschichte. Bleiben Sie dran.

Nächste Woche geht es weiter mit dem Satteldach.

 

Mut zur Fassade – Teil 4 Metallprofil

Eine kleine Serie in 4 Teilen

-Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil

Metallprofil-FassadeHeute geht es kurz und kompakt weiter mit Teil 4: Metallprofil

Mit der Vorstellung von Metallprofil-Fassaden sind wir beim letzten Teil unserer Serie angekommen.
Metallprofil wird hauptsächlich für landwirtschaftliche Bauten und Gewerbe-Objekte gewählt und ist im privaten Wohnbau eher selten anzutreffen.

Vorteile:

Die Hersteller von Metallprofilen bieten eine große Auswahl an Materialien, sowie Oberflächen und Farben an.
Metallprofile haben ein geringes Gewicht und können in großen Längen geliefert werden.

Eine Fassadengestaltung mit diesem Material ist wirtschaftlich, pflegeleicht und wartungsarm.

Profilarten:

Trapezprofil   gibt es in den Materialien Stahl, Aluminium, Kupfer, Edelstahl und Titanzink

Wellprofile werden angeboten in Stahl und Aluminium.

Ein Allrounder ist das Trapezprofil 35-207. Es wird sehr gerne für Fassaden genutzt.
Die statischen Werte sprechen für sich  und es gibt ein großes Farbenspektrum zur Auswahl.
Der Einsatz von Trapezprofil 35-207 hat sich besonders bei großflächigen Fassaden bewährt.

Detailgenaue Informationen zu sämtlichen Metallprofilen erhalten sie bei www.maasprofile.de

Fazit: Wenn die Fassade kostengünstig, leicht zu pflegen und möglichst wartungsarm sein soll, ist Metallprofil eine zuverlässige Wahl.

Dies war der 4. und abschließende Teil der Serie Fassadengestaltung.

 

Richtfest

Richtfest

photo credit: wiseguy71 via photopin cc

Endlich steht der Rohbau, wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist!

Sobald der Dachstuhl aufgestellt ist, wird das Richtfest oder auch Hebefest gefeiert. Diese Tradition gibt es beim Hausbauen bereits seit dem 14. Jahrhundert. Bei öffentlichen Bauten ist das Richtfest ein fester Bestandteil in der Bauphase und markiert ein Etappenziel. Auch auf dem Land wird die Feier gerne gehalten. In städtisch geprägten Regionen scheint diese Tradition in den vergangenen Jahren ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein, was sehr schade ist.

Der Bau eines Hauses ist eine aufregende Zeit und ein oft einmaliges Lebensereignis. Gerade deshalb sollten Sie sich als Bauherr dieses schöne Fest gönnen, auch um den Handwerkern und allen Menschen, die Sie während der Bauzeit unterstützen einmal Dankeschön sagen zu können.

Auch wenn der Hausbau eine Menge Geld kostet, sollte das Richtfest nicht dem Rotstift zum Opfer fallen und gestrichen werden.
Die Ausgaben hierfür sind Baunebenkosten und können steuerlich geltend gemacht werden. Bewahren Sie deshalb sämtliche Belege und Rechnungen gut auf.

5 Punkte, die Ihr Fest zu einem unvergesslichen Erlebnis machen:

Gäste:
Alle Menschen, die bei Ihrem Bauprojekt mitgestalten und mitarbeiten und Sie unterstützen, freuen sich, wenn Sie mitfeiern dürfen. Dazu gehören:
Maurer, Zimmerer und Dachdecker, Installateuer, Architekt, Bauleiter, Ansprechpartner der Baubehörde und wenn persönlich bekannt vielleicht auch der Bürgermeister .
Ihre Familie, Eltern, Verwandte und Freunde helfen mit? Dann gehören Sie selbstverständlich auch auf die Gästeliste.
Laden Sie auch Ihre bisherigen und Ihre zukünftigen Nachbarn ein.

Ablauf:

Zu Beginn begrüßt der Bauherr die anwesenden Gäste. Die Zimmerleute besorgen ein mit bunten Bändern geschmücktes Bäumchen und befestigen es auf dem Dach. Der Brauch besagt, dass die Anbringung des Richtbaumes die Hausbewohner gesund halten soll und Schutz vor Krankheiten gebieten soll. Desweiteren hält er „böse Geister“ nach altem Aberglauben fern.
Der Zimmerermeister steht am Dach und hält den Richtspruch. Dabei handelt es sich um Glück und Segenswünsche in Reimform für die Bauherrschaft und zukünftigen Bewohner des Gebäudes.
Zum Ende des Richtspruches prostet der Zimmerermeister allen Anwesenden zu und wirft das leere Weinglas kraftvoll auf den Boden oder an die Wand, damit es zerbricht (Scherben bringen Glück!). Sollte das Glas ganz bleiben, wird dies eher ungut gedeutet.
Musik gehört ebenfalls zu einem stimmungsvollen Richtfest dazu (z.B. CD, Band, kleine Kapelle).
Vielleicht möchten der Architekt, Pfarrer oder andere Personen noch eine kleine Ansprache halten.

Mit einer kurzen Rede an die Gäste sollten Sie als Bauherr die Rohbauphase noch einmal Revue passieren lassen, sich bedanken und mit der Einladung zum Essen und Trinken für alle in den gemütlichen Teil überleiten.

Was wird gerne gegessen?

Sehr beliebt ist deftige Hausmannskost wie z.B. warmer Leberkäse oder Schweinebraten/ Rollbraten mit Kartoffelsalat.

Wo wird gefeiert?

In der Regel auf der Baustelle. Sollte es regnen oder kalt sein wird im Rohbau gefeiert. Damit es Ihre Gäste und Sie nicht friert, sollten bereits am Vortag Türen und Fenster mit Planen abgehängt werden. Des weiteren empfiehlt es sich, ein Heizgebläse zu organisieren und mehrere Stunden vor Beginn des Festes einzuschalten.

Sie können aber auch in ein Gasthaus vor Ort gehen und dort entspannt und ohne aufwändige Vorbereitungen mit Ihren Gästen das Hebefest feiern.

Wenn Sie zu einem Richtfest eingeladen sind:

Es stellt sich immer die Frage, was bringe ich als Geschenk mit?
Ein Klassiker ist Brot und Salz überreicht in einem schönen Brotkorb.
Gutscheine von Baumärkten und Gartencentern sind auch beliebte Mitbringsel.
Weitere Inspirationen erhalten Sie bei www.richtfest .info.

Fazit: Feste sollte man so feiern wie Sie fallen. An Ihr eigenes Richtfest und die anwesenden Gäste  werden Sie sich gerne zurückerinnern auch wenn die Zeit vergeht und Ihr Haus bereits in die Jahre gekommen ist.

Wann waren Sie das letzte Mal auf ein Richtfest eingeladen?

Ich freue mich, von Ihnen zu hören.

 

Mut zur Fassade Teil 3: Rockpanel

Eine kleine Serie in 4 Teilen

Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil
Heute geht es weiter mit Teil 3: Rockpanel

 

Blogserie RockpanelEine etwas andere Art von Fassadengestaltung bietet Rockpanel. Architekten schätzen dieses Material und setzen es gerne ein um dem Gebäude seinen unverwechselbaren Charakter zugeben:
Mit Rückpanel ist es möglich, organische Formen und dreidimensionale Fassadenstrukturen zu konstruieren.
Das Produkt Rockpanel besteht aus Basaltgestein: Hier vereinen sich die Werkstoffe Stein und Holz. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind grenzenlos.

Hinterlüftete Fassaden:
Um die Anforderungen verschiedener Klima- und Witterungsbedingungen zu erfüllen werden vorgehängte, hinterlüftete Fassaden eingesetzt. Dies wirkt sich nicht nur positiv aufs Raumklima aus, auch die Energiebilanz des Gebäudes profitiert davon.
Neben funktionaler Sicherheit haben Architekten und Bauherren vielfältige gestalterische Möglichkeiten.

Vorteile auf einen Blick:

• Eine wertvolle Fassade
• Gestaltungsfreiheit
• Angenehmes Raumklima
• Bereit für zukünftige Anforderungen
• Brandschutz

Wertvolle Fassade:
Die vorgehängte hinterlüftete Fassade hat sich bewährt. Das Gebäude ist kaum anfällig für Bauschäden. Die Substanz des Objekts ist gut geschützt.
Basalt, das vulkanische Gestein aus dem die Panelen bestehen, wird innovativ in ein Material mit einzigartigen Eigenschaften umgewandelt. Die Rockpanel-Platte ist vollkommen wetter- und temperaturbeständig, UV-resistent und wartungsarm.
Durch das farbechte Material behält die Fassade über viele Jahre ihr ursprüngliches Aussehen.

Gestaltungsvielfalt:
Wie bereits erwähnt, sind die Gestaltungsmöglichkeiten bei Rockpanel nicht in Zahlen auszudrücken.
Das Sortiment gliedert sich auf in mehrere Bereiche:

-Rockpanel Colors: die dekorative Platte ist erhältlich in 20 Standardfarben und in einer fast unbegrenzten Anzahl weiterer Farben.

-Rockpanel Woods: Hier finden sich verschiedenste Imitationen von Holzarten, die von echten Hölzern kaum zu unterscheiden sind. Der Fassade kann mit Rockpanel-Woods eine natürliche Ausstrahlung gegeben werden.

-Rockpanel Metallics: Ist ein futuristisch anmutendes Aussehen erwünscht? Dann sind Sie bei Rockpanel Metallics richtig.

-Rockpanel Chameleon: Hier ist die Platte beschichtet mit einer Kristalleffekt-Schicht. Die Fassade sorgt für Farbüberraschungen. Je nach Lichteinfall und Betrachtungsperspektive verändert das Gebäude sein Aussehen.

-Rockpanel Natural: Die Platte ist unbehandelt und unbeschichtet. Das Material altert natürlich und das Aussehen wird von Sonne und Witterung bestimmt. Die Natur kreiert die Fassade.

-Rockpanel Lines: Lines ist gedacht als wartungsfreundliche Alternative zur herkömmlichen Holzverschalung. Erhältlich als Stufenfalz- oder als Nut und Feder Ausführung.

-Rockpanel Ply: eine grundierte Tafel, die nach persönlichen Wünschen farblich lackiert werden kann.

Einen Einblick in die gesamte Produktpalette von Rockpanel erhalten Sie hier: www.rockpanel.de

Brandschutz:
Rockpanel ist schwer entflammbar und trägt nicht zu einer Brandweiterleitung bei.

Nachhaltigkeit:
Basalt ist ein Naturprodukt und die Steinreserven sind mehr als ausreichen vorhanden. Auch steigende Nachfrage kann abgedeckt werden. Die Natur stellt mehr Basalt her als für die Produktion erforderlich ist. Die Lackierung der Beschichtung besteht auf Wasserbasis. Die Platten sind resistent gegen Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit.

Fazit:
Rockpanel ist bei öffentlichen und gewerblichen Bauten ein gerne gewähltes Material.
Der Trend hält mittlerweile auch Einzug an privaten Häusern. Die Platten aus den Rohstoffen Basalt und Holz sind  eine empfehlenswerte pflegeleichte und wartungsarme Alternative zu Holz.

Dieser Blogbeitrag ist der 3. Teil unserer kleine Serie „Mut zur Fassade“

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 4 Metallprofil

Mut zur Fassade! Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden

 Eine kleine Serie in 4 Teilen

Einführung
-Teil 1 Holzfassaden
-Teil 2 Montagetechniken bei Holzfassaden
-Teil 3 Rockpanel
-Teil 4 Metallprofil
Heute geht es weiter mit Teil 2 : Montagetechniken bei Holzfassaden

 

Senkrechte Boden-Deckel-Schalung

MontagetechnikIn Bayern ist die Boden-Deckel-Schalung sehr beliebt. Die Verlegetechnik wird sehr oft angewandt. Sie gibt Wänden, Giebeln und ganzen Haufassaden ein natürliches Gesicht.
Verarbeitet werden hier einheimische Holzarten, wie Lärche, Douglasie und Fichte.
Eine untere Lage Bodenbretter wird mit Abstand senkrecht montiert. Die darauf befestigte zweite Lage bildet den Deckel. Die darunter liegenden Bretter werden um mindestens 15mm rechts und links überlappt. Zur Befestigung sind Edelstahlschrauben die optimale Lösung. Eine senkrechte Schalung lässt das Haus optisch höher erscheinen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Regenwasser bei vertikaler Verlegung schneller ablaufen kann.
Die Holzoberfläche kann gehobelt oder sägerau sein.

Stülpschalung:

Diese Verarbeitungstechnik kennt man von Skandinavien und hierzulande von farbigen Schweden-Stil-Häusern.
Sie hat ein harmonisch wirkendes Erscheinungsbild und die Eigentümer wählen oftmals einen bunten Fassadenanstrich. Technisch gesehen werden die Bretter auf der Unterkonstruktion waagerecht befestigt. Das obere Brett stülpt sich wenige cm über das untere Brett.
Generell sollte bei Holzfassaden zur Verschraubung Edelstahlschrauben verwendet werden, um Rostflecken zu verhindern.

Rhombus-Schalung

Sehr elegant und modern wirken Rhombus-Schalungen. Meistens wird hierfür die Holzart „sibirische Lärche“ gewählt. Dies Technik ist auch bekannt unter den Namen: Parallelogrammleiste oder Rautenleiste.
Sie wird waagerecht montiert mit sichtbarem Abstand.
Bei den Rhombusleisten sollte der Abstand 20 mm nicht unterschreiten.
Getragen wir die Rhombusschalung von einer Unterlattung die vorher an der Hauswand befestigt wird.
Eine schwarze Fassadenfolie/-bahn (diffusionsoffen und UV-beständig) wird unterhalb der Unterkonstruktion befestigt und schützt die Wand/Dämmung vor der Witterung.
Bei der sibirischen Lärche ist kein weiterer Anstrich nötig, da sie nach zwei Jahren eine schützende silbrige Patina bildet.
Es gibt aber auch pigmentierte Pflegeöle um diesen natürlichen Verwitterungsprozess aufzuhalten.

 

Gibt es in Ihrem Umfeld Holzfassaden? Welche Gestaltungstechnik gefällt Ihnen?

Dieser Blogbeitrag ist der 2. Teil der Serie Mut zur Fassade.

Nächste Woche geht es weiter mit Teil 3 unserer Serie Thema: Rockpanel.

 

 

 

Altweibersommer

Was hat ein schöner Herbsttag mit älteren Damen zu tun?

Altweibersommer

photo credit: Jeltsje W. Juhl via photopin cc

Ein sonniger Herbst ist vielen Menschen die liebste Jahreszeit.

Kalendarisch betrachtet ist der 21. September der Herbstanfang. Was er dieses Jahr wetterbedingt bringen wird, ist noch eine Überraschung. Ob Sonne, Regen, Sturm oder Schnee, alles ist möglich. Glücklicherweise beginnt der Herbst dieses Jahr mit Sonnenschein und Temperaturen bis 20 Grad. Vormittags ist die Sicht noch diesig und die Landschaft von Nebel umhüllt, ehe dann die ersten Sonnenstrahlen durchdringen und die Gegend mit goldenen Licht verwöhnt: Also prächtigster Altweibersommer!
Doch, was hat so ein Bilderbuchwetter mit alten Frauen zu tun?
Relativ wenig:

Herkunft und Bedeutung

Altweibersommer

photo credit: Allie_Caulfield via photopin cc

Der Herbst beginnt oft mit wohltuenden, sonnig-milden Tagen, die Sommererinnerungen wach werden lassen. Jedoch kühlt es in den Nächten sehr stark ab und der folgende Tag beginnt mit Nebel am Morgen. Die Folge ist, dass sich an den vielen Spinnweben kleine Tröpfchen absetzten.
Womit wir auch bei der Namensherkunft für das besonders schöne Herbstwetter sind:
Die kleinen Spinnen weben (altdeutsch: weiben) bei hohem Luftdruck Flugfäden und lassen sich durch die Luft treiben. In den Bäumen hängen viele tausende dieser Fäden und bilden großflächige Spinnennetze. Das Sonnenlicht lässt sie in den Morgenstunden glitzern wie silbergraue Haare.
Somit erklärt sich, warum der Begriff „Altweibersommer“ (in Gebrauch seit ca. 1800) nicht mit Schönwetter für ältere Damen gleichzusetzen ist.

Mythologie:

Bereits in der germanischen Mythologie dürfte die Bezeichnung Ihren Ursprung haben. Die feinen Spinnfäden mit grauem Glanz erinnern an ergrautes Langhaar alter Frauen. In vergangenen, mythenumrankten Zeiten glaubten die Menschen in den Spinnennetzen Lebensfäden zu sehen, die von Schicksalsgöttinnen (Nornen) gesponnen wurden.

In Zeiten der Christianisierung nahm dann die Jungfrau Maria in den Köpfen der Menschen den Platz der Seidenfädenweberin ein. So bildeten sich die Worte: Marienhaar, Marienseide, Marienfäden und Mariensommer.
Es wurde als Glücksbringer betrachtet, wenn sich die besagten Spinnfäden in den Kleidern der Leute verfingen. Desweiteren betrachtete der damalige Aberglaube der Menschen die Spinnfäden als das Werk von Zwergen und Elfen.

Die spätsommerliche Schönwetter-Zeit Altweibersommer beginnt Mitte-Ende September und dauert bis ca. Mitte-Ende Oktober.
Durch die großen Temperaturschwankungen von Tag und Nacht entstehen die starken Laubverfärbungen.

Genießen Sie die letzten sonnig-warmen Tage, denn auf den Altweibersommer folgt ziemlich schnell das nasskalte ungemütliche Herbstwetter.

Sind Sie auch ein Herbst-Fan oder welche Jahreszeit ist Ihnen am liebsten?